Losungen

Tageslosung vom 16.12.2018
3. Sonntag im Advent
Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
Der Engel sprach zu Josef: Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
Predigt zu Matthäus 28:  Jesus lebt
1 Als der Sabbat vorüber war, gingen Maria aus Magdala und die andere Maria frühmorgens hinaus an das Grab. Es war Sonntag, der erste Tag der neuen Woche, und der Morgen begann gerade erst zu dämmern. 2 Plötzlich fing die Erde an zu beben. Ein Engel des Herrn war vom Himmel herabgekommen, hatte den Stein vor dem Grab beiseitegewälzt und sich daraufgesetzt. 3 Er leuchtete hell wie ein Blitz, und sein Gewand war weiß wie Schnee. 4 Die Wachposten stürzten vor Schreck zu Boden und blieben wie tot liegen. 5 Der Engel wandte sich an die Frauen: »Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, wie er es vorhergesagt hat! Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er gelegen hat. 7 Dann beeilt euch, geht zu seinen Jüngern und sagt ihnen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Er wird euch nach Galiläa vorausgehen, und dort werdet ihr ihn sehen. Diese Botschaft soll ich euch ausrichten.« 8 Erschrocken liefen die Frauen vom Grab weg. Gleichzeitig erfüllte sie unbeschreibliche Freude. Sie wollten sofort den Jüngern alles berichten, was sie erlebt hatten. 9 Sie waren noch nicht weit gekommen, als Jesus plötzlich vor ihnen stand. »Seid gegrüßt!«, sagte er. Da fielen sie vor ihm nieder und umklammerten seine Füße. 10 Jesus beruhigte sie: »Fürchtet euch nicht! Geht, sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa kommen! Dort werden sie mich sehen.«
Die Lüge der Wachsoldaten
11 Noch während die Frauen auf dem Weg waren, liefen einige der Wachsoldaten zu den obersten Priestern in die Stadt und berichteten alles, was geschehen war. 12 Diese berieten mit den führenden Männern des Volkes, was sie nun tun sollten. Schließlich gaben sie den Soldaten viel Geld 13 und sagten zu ihnen: »Erzählt einfach: ›In der Nacht, als wir schliefen, sind seine Jünger gekommen und haben den Toten gestohlen.‹« 14 Auch versprachen sie ihnen: »Wenn der Statthalter davon erfährt, werden wir mit ihm reden und dafür sorgen, dass euch nichts passiert.« 15 Die Soldaten nahmen das Geld und hielten sich an die Anweisung. So hat sich diese Geschichte bei den Juden herumgesprochen und wird noch heute erzählt.
Der Reli-Lehrer ist bei der Auferstehung angelangt.Er fragt: "Wer kann mir sagen, warum Jesus nach der Auferstehung zuerst den Frauen erschien und nicht den Männern?" Der kleine Paul meldet sich: "Das ist doch klar: Damit die Nachricht schnellstens bekannt wird."
Tolles Klischee-Bild!Aber egal, ob das langsam oder schnell durchsickert:„Jesus ist auferstanden.“
Stimmt´s oder stimmt´s nicht?
Schon immer war das umstritten.Schon damals geht das los:Soldaten fangen an zu lügen.Sie sind mit Geld geschmiert.
Jedem erklären sie:„Die Jünger haben die Leiche geklaut.Nur dass alles echt aussieht – weil Jesus doch mal behauptet hat, er würde nach 3 Tagen auferstehen.“
Dahinter stecken die frommen Cheftheologen der Juden. Die treibt´s um: Was ist mit dem toten Jesus passiert? Was ist wirklich passiert?
Ja, wie war es wirklich?
Bis heute zerbrechen sich Menschen darüber den Kopf.Beispiel gefällig?
Da stellt einer unter dem Namen Admin, männlich, 27 Jahre, seine Frage ins Internet, die lautet:
Jesus in Indien?
Ich habe gelesen, dass Jesus nur scheintot war, von seinen Freunden gerettet wurde und dann nach Indien floh, wo er noch lange lebte und schließlich starb. Stimmt das? Oder ist es wenigstens denkbar und möglich?
Ein Stefan Albert antwortet im Blog:
Nein, das war nicht möglich.Die Römer waren Profis bei Kreuzigungen, allein unter Pilatus wurden tausende Menschen gekreuzigt. Die wussten, wie man es macht und wie man (durch Lanzenstich) den Tod feststellt. Und selbst wenn Jesus das schwerverletzt überlebt hätte: Mit von dicken Nägeln durchbohrten Fußgelenken hätte er nie wieder laufen können, zumal man damals gegen Wundbrand kein Heilmittel hatte.
Und ein B.L. meint darauf:
Bei all den Alternativen, die im Netz herumschwirren, sollte man bedenken, dass die Jünger Jesu sich fast alle haben töten und abschlachten lassen, nur um nicht den Glauben aufzugeben! Wer tut das, wenn er selbst beim Betrug mitgemacht hat?

Ja, was jetzt? Denk mal mit!
Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Entweder die Geschichte einer Rückkehr Jesu aus dem Tod ist falsch.
Dann muss es ja irgendeine Erklärung geben, wie es wirklich war.
* War´s ein Scheintod am Kreuz?
* Oder gab es schon eine Verwechslung des Opfers vor der Hinrichtung?
* Oder war Jesus doch tot und die Freunde klauen seine Leiche?
Also: In jedem Fall gibt es eine Leiche – irgendwo.
Egal wie – das wäre ein bequemer Weg.
Denn dann hätten die Humanisten recht, die behaupten: Gott – das ist nur eine Sache der Phantasie der Menschen.
Und wir wären in dem Fall keinem Gott verantwortlich.Wir wären alle Rechenschaft los – aber ohne Hoffnung.
Der Friedhof da draußen in Östringen/Odenheim – wirklich Endhaltestelle für einen jeden von uns.
Logisch wäre dann auch: Wir müssten das Glaubensbekenntnis der Christen neu schreiben. Die Lebensgeschichte von Jesus könnte ja noch weitgehend so bleiben.Bis halt auf den Schluss.Und auch das, was alles damit zusammenhängt.
Allerdings wäre der echte Jesus dann eine echt tragische Figur: Hingerichtet für ein bisschen religiösen Größenwahn.Ein hoher Preis.
Und es würde wegfallen, dass er „… wiederkommt, zu richten die Lebenden und die Toten.“ Dass die Toten irgendwann auferstehen?
Nö.
Ja, dann wäre unser Tod am Ende des Lebens der Anfang von „Nichts“.Die Frage danach, was dann kommt, wäre einfach gar nicht mehr wichtig – weil wirklich gar keiner etwas darüber sagen kann.
Oder – und das ist die 2. Möglichkeit – der Bericht ist einfach echt: Jesus ist tatsächlich so aus dem Tod zurückgekehrt, wie Matthäus aufgeschrieben hat.
Das ist eine unbequeme Lösung.
Jetzt müssen wir weiterdenken: Dann …
… dann haben wir es auch heute mit einem lebendigen Gegenüber zu tun!
Überleg doch mal: Wer damals den Tod ein- für allemal bezwungen hat – wer sollte den heute noch aufhalten können?
Dann sind 2000 Jahre, die seither vergangen sind, ja gar nichts … für einen, der immer lebt.
Aber dann haben die Christen mit ihrem Glauben recht. Dann ist nicht nur der Schock der ersten Zeugen echt.Dann stimmt auch der ganze Rest.
Dann gibt es etwas außerhalb unserer irdischen Wirklichkeit.
Und umgekehrt: Dann gibt es eine Grenze für unsere Wissenschaft, für unser logisches Denken, dann gibt es eine echte Herausforderung für uns.Nicht nur die theoretische Frage: Was kommt denn da nach dem Tod?
Sondern auch die Frage: Was ist mit dem JETZT und HIER?

Ehrlich, ich fühle mich in dieser Frage wie ein Gewinner. Wie einer, der das große Los gezogen hat. Denn ich glaube, dass die Geschichte von der Auferstehung stimmt.
Ich bin jetzt mehr als 40 Jahre am Beweise sammeln in dieser Frage. So richtig überzeugend fand ich nie, was die Kritiker von Jesus in die Waagschale geworfen haben.Die ganzen wilden Hypothesen, wie es anders gewesen sein könnte – denen fehlt einfach der letzte Schuss Überzeugungskraft.
Ich fühle mich heute an Ostern wie ein großer Gewinner. Denn mich hat etwas anders weitaus mehr überzeugt:
Es ist der große Trost, den ich aus der Osterbotschaft für mich schöpfen kann.Es ist die überragende Perspektive, die der Sieg über den Tod meinem eigenen Leben gibt – mit seinen tiefen Tälern und Schluchten und verzweifelten Tagen.Mit der so menschlichen, klaren Einsicht:
„Alles, was ich jetzt erlebe, ist ja doch nur eine Frage der Zeit!“
Was ein Trost gibt diese Botschaft jedem, der sie glauben kann!
Ich möchte erzählen von Joachim.Im Juni 1972 wird er geboren.Seine Eltern führen zuerst nur Tagebuch.Dann geben sie ein kleines Büchlein heraus.Auf dem Buchcover steht:
„Joachim kommt mit einem schweren Herzfehler zur Welt.Die Hoffnung der Eltern, dass ihr Kind nach gelungener Operation ein beinahe normales Leben führen darf, erfüllen sich nicht.Nach einer Folgeoperation versagt das über Jahre hinweg belastete Herz.In Tagebuchform spiegelt das Buch den Weg wider, den Marlies und Otto Hahn mit ihrem Sohn gingen – den sie von Gott erbeten hatten, auf den sie sich freuten und er dann mit einem schweren Herzfehler zur Welt kam; um dessen Leben sie bangten und beteten und den sie dann nach 6 ½ Jahren wieder hergeben mußten.“
Leid und Trauer bei den Eltern? Natürlich!
Verzweiflung? Nein.
Eines der Kapitel in dem Buch heißt: „Herr, gib uns noch ein Gnadenjahr!“
Und dann gleich das nächste: „Niemand wird sie aus meiner Hand reißen.“
Ein Kapitel heißt: „Gibt´s im Himmel auch eine Eisenbahn?“
Und das letzte Kapitel ist überschrieben: „Denn ich bin gewiß.“
Die Eltern Marlies und Otto Hahn, der Leiter des Diakonissenkrankenhauses in Karlsruhe-Rüppur war, leiden so wie alle anderen.
Aber sie wissen etwas von der Macht Jesu über den Tod. Und von der Hoffnung.Der großen Hoffnung.
Der Hoffnung, die größer ist als alles Leid, das sie erleben. Der Hoffnung, mit der man sich sogar auf dem Friedhof trösten kann.
Der Hoffnung, die Kraft genug gibt zum Weiterleben.
Die Hoffnung, die noch mehr zu bieten hat: Wenn der Tod tot ist, dann gibt es für alle Jesusanhänger ein Wiedersehn.
Darum hat dieses Buch den bezeichnenden Titel: „Du gingst uns voraus. Schritt für Schritt Gottes Nähe erfahren“.
Ich hab´s gelesen. Ich habe gelitten. Aber ich kann nicht anders sagen: Es ist ein Trostbuch.
Diesen Trost gibt es nur für den, der glaubt. Der festhält.Der Ostern festhält.Der die Hoffnung auf den lebendigen Sohn Gottes in sein Leben läßt.
Der kapiert hat, wie groß diese Hoffnung ist, die z.B. in 2. Timotheus 1,10 auf den Punkt gebracht wird: „Jesus hat dem Tod die Macht genommen und das unvergängliche Leben ans Licht gebracht.“
Karfreitag ist der Tag des neuen Gerichtsurteils: In allen Punkten freigesprochen.
Und Ostern ist die logische Folge: Ich bin auch einer, der dieses ewige Leben bekommt.-

Wie war das am Anfang der Predigt? Ich meine: Mit dem Relilehrer? Der fragt, warum Jesus zuerst den Frauen erschien?
Jesus ist vielleicht zuerst den Frauen erschienen, dass die gute Nachricht schnellstens bekannt wird.
Aber ihr Männer, ihr dürft diese Botschaft auch nicht für euch behalten.Es gibt so viele, die diese gute Botschaft vom Trost im Leben und der Hoffnung auf das zweite Leben brauchen.
Und zwar heute!
Amen.